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FÖR­DER­PRO­GRAMM „NATIONALE FOR­SCHUNGS­DA­TEN­IN­FRA­STRUK­TUR“

Interdisziplinäres Kon­sor­ti­um will For­schungs­da­ten aus der Physik nach­hal­tig nutz­bar ma­chen

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  • For­schung
Portraitfoto von Kevin Kröninger © Roland Baege​/​TU Dort­mund
Prof. Kevin Kröninger ist Teil­chen­phy­si­ker an der TU Dort­mund und engagiert sich im neuen Kon­sor­ti­um "PUNCH4NFDI".

An­fang Juli hat die Gemeinsame Wis­sen­schafts­kon­fe­renz zehn neue Kon­sor­ti­en in die För­de­rung der Nationalen For­schungs­da­ten­in­fra­struk­tur (NFDI) auf­ge­nom­men. Die TU Dort­mund ist an drei Kon­sor­ti­en be­tei­ligt und er­hält dafür rund 500.000 Euro von der Deut­schen Forschungsgemein­schaft.

Prof. Kevin Kröninger ist Teil­chen­phy­si­ker an der TU Dort­mund. Gemeinsam mit Wissen­schaft­lerinnen und Wis­sen­schaft­lern aus aller Welt forscht er am Groß­for­schungs­zen­trum CERN in Genf. Bei den Kol­li­si­o­nen, die die Teil­chen­be­schleu­ni­ger dort produzieren, fallen gi­gan­ti­sche Mengen an Daten an, aus denen die For­schenden Erkennt­nisse über die fun­da­men­ta­len Bausteine der Ma­te­rie ge­win­nen wol­len. „Die Teil­chen­phy­sik ist ein gutes Bei­spiel dafür, wie wich­tig eine funk­ti­o­nie­ren­de Da­ten­in­fra­struk­tur für die For­schung ist“, sagt Kröninger. „Wir müs­sen die Daten über ihren ge­sam­ten Lebenszyklus hinweg si­chern und sie allen For­schenden zugänglich ma­chen. Die NFDI-För­de­rung ist ein Vorstoß aus Deutsch­land, um hier noch Verbesserungen zu erzielen.“

Das in­ter­dis­zi­pli­nä­re Kon­sor­ti­um mit dem Namen „PUNCH4NFDI“ wird im Herbst die Ar­beit auf­neh­men. PUNCH steht für „Particles, Universe, NuClei & Hadrons“. Das Kon­sor­ti­um vertritt dem­nach die vier For­schungs­be­rei­che Teil­chen­phy­sik, As­tro­teil­chen­phy­sik, Hadronen- und Kern­phy­sik sowie As­tro­no­mie. Es wird vom For­schungs­zen­trum DESY – kurz für „Deutsches Elek­tro­nen-Synchrotron“ – geleitet. Von der TU Dort­mund sind die Phy­sik­pro­fes­so­ren Johannes Albrecht, Kevin Kröninger und Bernhard Spaan be­tei­ligt. Von den Erkenntnissen und neuen Ent­wick­lungen des Konsortiums sollen sowohl die TU Dort­mund als auch alle wis­sen­schaft­lichen Ein­rich­tun­gen in Deutsch­land profitieren.

Die Dort­mun­der Physiker wer­den sich im Rah­men der För­de­rung unter an­de­rem mit der Her­aus­for­de­rung der Echt­zeit­da­ten­ver­ar­bei­tung be­fas­sen. Bei den großen Ex­pe­ri­men­ten der Teil­chen­phy­sik wer­den so viele Daten produziert, dass diese gar nicht alle ge­spei­chert wer­den kön­nen. Al­go­rith­men müs­sen daher ent­schei­den, was potenziell in­te­res­sant ist und daher ge­spei­chert wird und was sofort gelöscht wer­den muss. Mit neuen Methoden wie dem Ma­schi­nel­len Ler­nen sollen diese Ent­schei­dungs­al­go­rith­men in Zukunft noch ver­bessert wer­den. Das Kon­sor­ti­um hat es sich au­ßer­dem zum Ziel ge­setzt, den wis­sen­schaft­lichen Nach­wuchs für das The­ma For­schungs­da­ten­in­fra­struk­tur zu sen­si­bi­li­sie­ren. „Der richtige Umgang mit For­schungs­da­ten ist ein wich­ti­ger Be­stand­teil guter wis­sen­schaft­licher Praxis“, er­klärt Prof. Johannes Albrecht. Das Kon­sor­ti­um wird daher Lehr­ma­te­ri­a­li­en ent­wi­ckeln, um bereits bei Stu­die­ren­den ein Bewusstsein dafür zu schaf­fen und ihnen das tech­ni­sche Wissen beizubringen, wie sie ih­re Daten si­chern und anderen zur Ver­fü­gung stellen kön­nen.

TU Dort­mund an Kon­sor­ti­en aus wei­te­ren Fachgebieten be­tei­ligt

In der zwei­ten Förderrunde wurde auch das Kon­sor­ti­um NFDI4Earth bewilligt, an dem Prof. Nguyen Xuan Thinh von der Fa­kul­tät Raum­pla­nung der TU Dort­mund be­tei­ligt ist. Wissen­schaft­lerinnen und Wis­sen­schaft­ler der Fa­kul­tät Physik der TU Dort­mund sind im Rah­men der Sonder­forschungs­bereiche/Transregios 160 und 142 au­ßer­dem am neuen Kon­sor­ti­um „FAIRmat“ be­tei­ligt.

Schon seit ei­nem Jahr arbeiten die Kon­sor­ti­en der ersten Förderrunde an der Ver­bes­se­rung der For­schungs­da­ten­in­fra­struk­tur: Die TU Dort­mund ist mit Prof. Norbert Kockmann, Alexander Behr, Prof. Gabriele Sadowski sowie Dr. Katrin Rosenthal von der Fa­kul­tät Bio- und Chemie­ingenieur­wesen an „NFDI4Cat“, mit Dr. Frauke Maevus im Rah­men des Son­der­for­schungs­be­reichs/Transregios 188 von der Fa­kul­tät Ma­schi­nen­bau an „NFDI4Ing“ sowie mit Prof. Stefan Kast, Nicolas Tielker und Prof. Paul Czodrowski von der Fa­kul­tät für Chemie und Che­mi­sche Biologie an „NFDI4Chem“ be­tei­ligt.

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Anfahrt & Lageplan

Der Cam­pus der Technischen Uni­ver­si­tät Dort­mund liegt in der Nähe des Autobahnkreuzes Dort­mund West, wo die Sauerlandlinie A45 den Ruhrschnellweg B1/A40 kreuzt. Die Abfahrt Dort­mund-Eichlinghofen auf der A45 führt zum Cam­pus Süd, die Abfahrt Dort­mund-Dorstfeld auf der A40 zum Cam­pus-Nord. An beiden Ausfahrten ist die Uni­ver­si­tät ausgeschildert.

Direkt auf dem Cam­pus Nord befindet sich die S-Bahn-Station „Dort­mund Uni­ver­si­tät“. Von dort fährt die S-Bahn-Linie S1 im 20- oder 30-Minuten-Takt zum Hauptbahnhof Dort­mund und in der Gegenrichtung zum Hauptbahnhof Düsseldorf über Bochum, Essen und Duis­burg. Außerdem ist die Uni­ver­si­tät mit den Buslinien 445, 447 und 462 zu erreichen. Eine Fahrplanauskunft findet sich auf der Homepage des Verkehrsverbundes Rhein-Ruhr, au­ßer­dem bieten die DSW21 einen interaktiven Liniennetzplan an.
 

Zu den Wahrzeichen der TU Dort­mund gehört die H-Bahn. Linie 1 verkehrt im 10-Minuten-Takt zwischen Dort­mund Eichlinghofen und dem Technologiezentrum über Cam­pus Süd und Dort­mund Uni­ver­si­tät S, Linie 2 pendelt im 5-Minuten-Takt zwischen Cam­pus Nord und Cam­pus Süd. Diese Strecke legt sie in zwei Minuten zu­rück.

Vom Flughafen Dort­mund aus gelangt man mit dem AirportExpress innerhalb von gut 20 Minuten zum Dort­mun­der Hauptbahnhof und von dort mit der S-Bahn zur Uni­ver­si­tät. Ein größeres Angebot an inter­natio­nalen Flugverbindungen bietet der etwa 60 Ki­lo­me­ter entfernte Flughafen Düsseldorf, der direkt mit der S-Bahn vom Bahnhof der Uni­ver­si­tät zu erreichen ist.

Interaktive Karte

Die Ein­rich­tun­gen der Technischen Uni­ver­si­tät Dort­mund verteilen sich auf den größeren Cam­pus Nord und den kleineren Cam­pus Süd. Zudem befinden sich einige Bereiche der Hoch­schu­le im angrenzenden Technologiepark.

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