Die Limitierungen des Standardmodells und dessen Einschränkungen durch effektive Theorien für LHC- und Niederenergiemessungen
- Colloquium

Die Limitierungen des Standardmodells und dessen Einschränkungen durch effektive Theorien für LHC- und Niederenergiemessungen
Das Standardmodell der Teilchenphysik hat uns mit einer höchst erfolgreichen quantenfeldtheoretischen Beschreibung des Quantenkosmos ausgestattet. Dessen Vorhersagen sind nicht nur qualitativ, sondern oft auch mit hoher Präzision im Einklang mit experimentellen Beobachtungen von Teilcheneigenschaften und -Übergängen, die mehrere Energiegrößenordnungen überspannen. Trotzdem erwarten wir, dass das Standardmodell letztendlich auch nur eine effektive Beschreibung des Quantenkosmos ist, da experimentelle und theoretische Indizien (Dark Matter, Baryogenese, Massen-Hierarchien, Higgs-Stabilität) darauf hindeuten, dass „Neue Physik“ bei einer bislang unbekannten Energieskala auftreten wird. In diesem Kolloquium beschreibe ich, wie die Anwendung von effektiven Theorien uns ermöglicht, das Standardmodell und somit die Neue-Physik-Skala global zu testen, indem Messungen von mehreren Energieskalen (LHC Observablen, elektrische Dipolmomente, Flavour-Verletzende-Neutrale-Ströme) präzise vorhergesagt und kombiniert werden können.
![Band structure of 2D semimetal based on HgTe quantum well. Experimental points are obtained from the analysis of the cyclotron resonance in the quasi-classical approximation. Solid lines are predictions of the kp theory with no free parameters. Splitting of the conduction (e1,2) and valence (h1) band is due to the quantum confinement. [J. Gospodaric, AP, et al., PRB 104, 115307].](/storages/physik/_processed_/b/5/csm_Kolloquium_Pimenov_0fa7761647.png)





