Leben und Strahlung: Fluch oder Segen?
- Brötchen-und-Borussia

Strahlung ist seit jeher faszinierend. Bereits der allererste Nobelpreis der Physik wurde für die Entdeckung der damals noch rätselhaften X-Strahlung an Röntgen verliehen. Und schon kurz darauf folgten Nobelpreise z.B. für Becquerel und Curie zur Radioaktivität.
Doch woher kommt so viel Interesse für Strahlung? Strahlung ist doch eigentlich schlecht für Mensch und Natur - oder? Eins ist klar; ohne Strahlung würden wir absolut im Dunkeln tappen. Das wäre allerdings nicht das Hauptproblem, denn ohne Strahlung gäbe es uns überhaupt gar nicht.
Die Wahrheit ist, dass wir alle ständig verschiedenen Arten von Strahlung ausgesetzt sind, welche aus der natürlichen Umgebung, technischen Geräten oder medizinischen Behandlungen hervorgeht. Es gilt also zu verstehen, wie unterschiedliche Strahlungsarten auf Menschen und insbesondere auf das Erbgut in unseren Zellen – die DNA – wirkt, um diese Wirkung verantwortungsvoll und zum Nutzen der Menschheit einzusetzen. In der Medizin erlaubt z.B. Röntgenstrahlung in kleinen Dosen millimetergenaue Einblicke in die innere Anatomie, die Gabe von Radiopharmaka das Auffinden von Tumorherden in Patienten und Ionenstrahlen mit halber Lichtgeschwindigkeit die hochpräzise Bekämpfung von Krebs.
Ist also doch alles halb so schlimm? Dann sollten wir noch mal über den nächsten Interkontinentalflug reden.



![3D visualisation of human neuronal tissue reconstructed by multi-scale X-ray phase contrast tomography. Neuronal cell nuclei are shown in yellow for the granule neurons in the dentate gyrus region of the hippocampus. Blood vessels are shown in red. By changing the X-ray optical magnification in the multi-scale recordings, one can zoom into regions-of-interest (red ovals). In these scans the resolution is high enough to resolve sub-structures of the nucleus, associated with different DNA packing regimes. Adapted from [6]](/storages/physik/_processed_/e/4/csm_Kolloquium_Salditt_0e30a3f090.png)




