Prof. Dr. Herre Jelger Risselada
Fakultät Physik
Otto-Hahn-Str. 4
44227 Dortmund
E-Mail: jelger.risselada@tu-dortmund.de

„Die Forschungsgruppe setzt molekulare Simulationstechniken ein, um relevante Probleme auf dem Gebiet der Biophysik und verwandter molekularer Bereiche in einem multidisziplinären und interdisziplinären Forschungsumfeld (z. B. dem Exzellenzcluster Resolv) zu lösen. Insbesondere konzentrieren wir uns auf die Entwicklung verbesserter Sampling- und Multiskalenmethoden zur Untersuchung von Phänomenen, die an flüssigen (z. B. biologischen Lipidmembranen) und festen Grenzflächen (z. B. Metallgrenzflächen und Graphen) auftreten. Ein wichtiger aktueller Schwerpunkt ist das Thema "Gesichtserkennung von Flüssigkeitsgrenzflächen", d.h. wie können (Bio-)Moleküle Flüssigkeitsgrenzflächen trotz ihrer hochgradig ungeordneten und dynamischen Natur optimal erkennen und binden. Zu diesem Zweck entwickeln wir Methoden wie Evolutionären Molekulardynamiksimulation (evo-MD), eine Methode welche evolutionäre Algorithmen (Sampling des chemischen Raums) mit grobkörnigen Molekulardynamiksimulationen (Sampling des Phasenraums) koppeln, um die globalen Optima im chemischen Raum aufzulösen. Im Wesentlichen ermöglicht evo-MD den Molekülen, sich anzupassen, um im Laufe einer simulierten Evolution Flüssigkeitsgrenzflächen optimal zu erkennen. Unsere Forschung könnte einzigartige Erkenntnisse darüber liefern, wie Biomoleküle wie Peptide und Proteine bestimmte Flüssigkeitsmerkmale in biologischen Lipidmembranen erkennen, was interessante Anwendungen für die Entwicklung von Arzneimitteln, Tensiden und (Bio-)Sensoren bieten könnte.“



![3D visualisation of human neuronal tissue reconstructed by multi-scale X-ray phase contrast tomography. Neuronal cell nuclei are shown in yellow for the granule neurons in the dentate gyrus region of the hippocampus. Blood vessels are shown in red. By changing the X-ray optical magnification in the multi-scale recordings, one can zoom into regions-of-interest (red ovals). In these scans the resolution is high enough to resolve sub-structures of the nucleus, associated with different DNA packing regimes. Adapted from [6]](/storages/physik/_processed_/e/4/csm_Kolloquium_Salditt_0e30a3f090.png)






