Rydbergexzitonen - Auch ohne Nanotechnologie ganz groß rausgekommen
- Colloquium
- Kolloquium

Rydbergexzitonen - Auch ohne Nanotechnologie ganz groß rausgekommen
In der Atomphysik bilden Atome in sog. Rydbergzuständen, angeregten Zuständen mit hoher Hauptquantenzahl, ein hochaktuelles Forschungsthema. Diese mesoskopischen Quantenobjekte können eine Ausdehnung im Mikrometerbereich aufweisen und zeigen Wechselwirkungen, die Größenordnungen über denen von Atomen im Grundzustand liegen, wodurch sie zum Beispiel für die Präzisionssensorik hochinteressant sind. In Halbleitern bestimmen Exzitonen, gebundene Paare aus Elektronen und Löchern, die optischen Eigenschaftern eines Materials. Sie verhalten sich dabei analog zu Wasserstoffatomen. Vor Kurzem konnte demonstriert werden, dass auch Exzitonen in hochangeregte Rydbergzustände bis hin zu Hauptquantenzahlen von n = 25 versetzt werden können. Solche Exzitonen haben einen Radius von etwa einem Mikrometer und sind über mehrere Milliarden Einheitszellen des Kristalls ausgedehnt. In diesem Vortrag sollen ihre außergewöhnlichen Eigenschaften, ihr Potential für Nichtlinearitäten auf dem Niveau einzelner Exzitonen und mögliche Anwendungen in der Quantensensorik vorgestellt werden.
![3D visualisation of human neuronal tissue reconstructed by multi-scale X-ray phase contrast tomography. Neuronal cell nuclei are shown in yellow for the granule neurons in the dentate gyrus region of the hippocampus. Blood vessels are shown in red. By changing the X-ray optical magnification in the multi-scale recordings, one can zoom into regions-of-interest (red ovals). In these scans the resolution is high enough to resolve sub-structures of the nucleus, associated with different DNA packing regimes. Adapted from [6]](/storages/physik/_processed_/e/4/csm_Kolloquium_Salditt_0e30a3f090.png)





