Promotionsvortrag von Stephan-Robert Kötter
- Verteidigung
DELTA ist eine Synchrotronstrahlungsquelle in Dortmund, Deutschland. Hier betreibt die Technische Universitat Dortmund einen 1.5 GeV-Elektronenspeicherring, der Strahlung vom THz- bis zum harten Rontgenbereich fur Experimente in der Chemie, der Biochemie, der Festkorperphysik sowie den Materialwissenschaften zur Verfugung stellt. Der Ring ist mit einer langsamen Orbitkorrektur ausgestattet, um die transversale Orbitposition mit Hilfe von Steuermagneten zu korrigieren. Die Regelung wird durch das Orbitkorrekturprogramm gesteuert. Bis ins Jahr 2021 wurde ein auf der Methode der Singularwertzerlegung (SVD) beruhender und auf DELTA angepasster Ansatz verwendet, um diese Korrekturen zu berechnen. Im Rahmen dieser Arbeit wurde ein neues Programm implementiert und in den Routinebetrieb ubernommen, das besser in das Experimental Physics and Industrial Control System (EPICS) integriert ist und zwei Methoden zur Energiekorrektur bereitstellt. Zusatzlich wurde der Closed-Orbit Bilinear-Exponential Analysis-Algorithmus (COBEA-Algorithmus) verallgemeinert, um Linearkombinationen von Orbitkorrekturmatrizen, genannt Response Sets, als Eingangsdaten zu akzeptieren. Das ermoglicht dem neuen Reponse Set Fit Algorithm (RSFA) die gekoppelten Betafunktionen und Betatronphasenvorschube sowie die skalierte Dispersion aus einem Satz Orbitkorrekturdaten zu extrahieren. Wurde der Algorithmus mit der langsamen Orbitkorrektur in einem Online-Fitansatz integriert, konnten nicht-invasive Messungen der genannten optischen Funktionen durchgefuhrt werden. Das neue Orbitkorrekturprogramm und der RSFA werden beschrieben und aufgrund von Simulationen sowie experimenteller Studien evaluiert.

![3D visualisation of human neuronal tissue reconstructed by multi-scale X-ray phase contrast tomography. Neuronal cell nuclei are shown in yellow for the granule neurons in the dentate gyrus region of the hippocampus. Blood vessels are shown in red. By changing the X-ray optical magnification in the multi-scale recordings, one can zoom into regions-of-interest (red ovals). In these scans the resolution is high enough to resolve sub-structures of the nucleus, associated with different DNA packing regimes. Adapted from [6]](/storages/physik/_processed_/e/4/csm_Kolloquium_Salditt_0e30a3f090.png)





