Was hat Kneten mit Nobelpreisen in Physik zu tun? - Über Wunder der Topologie in der Quantentheorie
- Brötchen-und-Borussia

Häufig kann ein naturwissenschaftliches Experiment leicht gestört werden und das Ergebnis ist verfälscht. Vorteilhaft ist es, wenn die Messung unempfindlich ist. Das hilft auch sehr für Anwendungen in der Technik. Aber wie kann man das erreichen? Ein toller Trick ist, dass man sehr robuste Eigenschaften ausnutzt, z.B. wie viele Löcher ein Körper hat. Das kann nämlich nicht leicht geändert werden. Man müsste schon bohren oder kleben, nur allmähliche Umformung, Kneten, reicht nicht! So eine Größe heißt auch topologische Invariante. Damit, genauer gesagt mit einer dazugehörigen quantenmechanischen Phase, kann man zum Beispiel elektrischen Widerstand wahnsinnig genau zu messen. Mittlerweile gab es schon drei Nobelpreise für solche topologischen Effekte in der Physik kondensierter Materie! Das wird hier skizziert und ein Ausblick auf spannende Anwendungen in der Informationsverarbeitung wird auch gewagt.
![Band structure of 2D semimetal based on HgTe quantum well. Experimental points are obtained from the analysis of the cyclotron resonance in the quasi-classical approximation. Solid lines are predictions of the kp theory with no free parameters. Splitting of the conduction (e1,2) and valence (h1) band is due to the quantum confinement. [J. Gospodaric, AP, et al., PRB 104, 115307].](/storages/physik/_processed_/b/5/csm_Kolloquium_Pimenov_dd588be975.png)





