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Promotionsvortrag von Lars Kolk

Beginn: Ende: Veranstaltungsort: AV-Raum + ZOOM
Veran­stal­tungs­art:
  • Verteidigung
Strangeness production in p-He and p-Ne collisions at a nucleon-nucleon centre-of-mass energy of 110 GeV using the LHCb fixed-target mode

In dieser Arbeit wird eine Messung der multiplizitätsabhängigen Strangeness-Produktion in Fixed-Target-Kollisionen mit Daten des LHCb-Experiments am CERN vorgestellt. Die Messung ist motiviert durch Beobachtungen von erhöhter Strangeness-Produktion als Funktion der Multiplizität, genannt Strangeness Enhancement, die von der ALICE-Kollaboration in verschiedenen Kollisionssystemen gemacht wurden. Im Kontext der As­tro­teil­chen­phy­sik ist zudem das Auftreten von Strangeness Enhancement von Interesse, da es den als Myon-Rätsel bekannten gemessenen Myon-Überschuss in Luftschauern erklären könnte. Für die vorliegende Analyse wurden Proton-Helium- und Proton-Neon-Datensätze verwendet, die mithilfe des SMOG-Systems des LHCb-Experiments bei einer Nukleon-Nukleon-Schwerpunktsenergie von 110 GeV aufgezeichnet wurden. Gemessen wird das Verhältnis zwischen dem differenziellen Wirkungsquerschnitt von Teilchen mit Strangeness-Quantenzahl (K-short, Lambda und anti-Lambda) und dem differenziellen Wirkungsquerschnitt von geladenen Pionen. Die Messung erfolgt in Intervallen der Rapidität im Schwerpunktsystem sowie des Transversalimpulses. Zur Untersuchung der multiplizitätsabhängigen Strangeness-Produktion werden die Verhältnisse zusätzlich in Intervallen der Multiplizität gemessen. Die resultierenden Wirkungsquerschnittsverhältnisse werden mit den Vorhersagen gegenwärtiger Modelle hadronischer Wechselwirkungen verglichen. Keines der Modelle liefert dabei eine konsistente Beschreibung der Daten innerhalb der experimentellen Unsicherheiten. Es kann keine signifikante multiplizitätsabhängige Strangeness-Produktion beobachtet werden.